Ole Bruns

Ole Bruns - Stottern - Stotterseminare und Stotterkurse für Kinder und Erwachsene beim SWT Institut Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1984 Ausbildung zum Physiotherapeut

1989 Ausbildung zum Tonmeister an der Londoner School of Audio Engineering

1989- 2000 an diversen großen Musical Produktionen als Tonmeister tätig (Phantom, Buddy Holly)

2000 Gründung des SWT- Instituts

Meine Odyssee durch die europäische Therapien-Landschaft:

Ich wurde 1965 in Otterndorf als zweiter Sohn einer „ganz normalen” Familie geboren.

Mit etwa 3 Jahren wurde meine Sprachbehinderung offensichtlich: ich stotterte. Besorgt brachten mich meine Eltern zum ersten Sprachtherapeut, da es damals keine Logopäden gab. Nach knapp einem Jahr wöchentlicher Therapiestunden teilte er meinen Eltern mit, er könne mir nicht helfen.

Man begann, an meiner Intelligenz zu zweifeln und schickte mich zum IQ-Test. Nach drei verschiedenen Tests mit dem gleichen überdurchschnittlichen Ergebnis hoffte man, mein Stottern würde sich vielleicht während der Schulzeit legen (Pubertät). Man schickte mich auf eine normale Schule, zum Glück. Doch durch die Ausgrenzung aus der Klassengemeinschaft wurde mein Stottern eher schlimmer. So war das damals. Heute zum Glück nicht mehr ganz so schlimm.

Meine Eltern suchten Rat bei der Alternativmedizin und ließen mich von verschiedenen „Wunderheilern“ hypnotisieren. Ein ebenso teures wie ergebnisloses Unterfangen. Deswegen, seinen Sie bitte vor solchen Anbietern skeptisch!

Mit 10 Jahren schickten meine Eltern mich in das Sprachheilheim Bad Salzdetfurth, welches für die nächsten zwei Jahre mein Zuhause war. Fünf Sprachtherapeuten, drei Sprecherzieher und zwei Psychologen scheiterten an meinem Problem: Ich stotterte stotterte weiter, zwar nicht mehr so heftig, da alle anderen Kinder auch stotterten.

Nach der Rückkehr ins Elternhaus wurde ein Psychologe konsultiert. Der behandelnde Professor legte meinen Eltern nahe, meine musikalischen Aktivitäten zu unterbinden, da diese angeblich das Stottern fördern würden. Ich spielte damals Schlagzeug.

Mit 14 Jahren ging es diesmal in eine weitere Spezialeinrichtung: Gebucht wurden drei Wochen Therapie in der Burghofklinik Rinteln, diese Klinik gibt es heute noch. Auch weiß ich, dass sie sehr umstritten ist. Ein zweites Mal mit 18 Jahren.

Eine leichte Verbesserung war für meine Eltern Anlass genug, mich zwei Jahre später noch einmal dorthin zu schicken. Wie schon beim ersten Mal, wurden auch hier verschiedene Therapieformen angewandt. Musiktherapie, Hypnosen, 3x wöchentlich. Im Sprachunterricht erlernten wir die Silben zu klopfen.

A-ber – ich – woll-te – kein – Ro-bot-ter – sein.

Ich war jetzt 17 Jahre alt und niemand schien mir helfen zu können. Ich resignierte so langsam.

Ich versuchte weitere alternative Heilmethoden, aber nach diversen teuren und schmerzlichen Akupunktursitzungen und einer ergebnislosen Bachblüten-Therapie gab ich diese Richtung wieder auf.

Die Abstände, in denen ich aktiv nach einer Verbesserung- oder Linderung suchte, wurden länger. Trotzdem wollte ich mich mit meinem Schicksal nicht abfinden. Mit Anfang 20 fing ich erneut an, Logopäden zu konsultieren – ohne Erfolg.

Mit 30 Jahren meldete ich mich bei einer achtwöchigen Tomatistherapie an und wurde ermutigt durch kleine Erfolge. Aber meine Krankenkasse verweigerte jegliche Kostenübernahme. Statt die Besserung zu unterstützen, schlug man eine Teilnahme am Seminar “Mit Freude stottern” in einer Selbsthilfegruppe vor. Diesen Kurs bot die renomierte UKE ( Universitätsklinikum Eppendorf) hier in Hamburg an. Hier endete dann erst einmal meine Therapieversuche.

Ich hatte aber immer die Hoffnung jemanden zu begegnen der mal gestottert hat und mir zeigt, wie er oder sie, dass gemacht hat. Leider blieb mein Wunsch unerfüllt, nun bin ich es der es anderen zeigt. Wie wunderbar!

 


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