Natürlich interessiert die meisten meiner Besucher, was genau und im
einzelnen das SWT- Institut unterrichtet. Ich möchte hier einzelne
Schwerpunkte aufzählen, die auch so in der Reihenfolge abgearbeitet
werden.
Da wir relativ kleine Gruppen haben, ist ein intensives Arbeiten gewährleistet
(maximal 5 Teilnehmer/innen):
Tag 1
: wir lernen uns kennen
- Information zum Arbeitsverlauf im Überblick
- Theoretischer Hintergrund zu den Funktionskreisen: Atmung, Stimme,
- Artikulation
- Stottern: wie zeigt es sich, woher kommt es und wie wirkt es im Außen
- Video-Aufnahmen
- Klären von ersten Fragen und Raum für Erwartungen und Vorstellungen zum
Seminar
Tag 2:
wir blicken genauer auf das Stottern
- Körperwahrnehmungstraining, passive und aktive Entspannung
- Wir probieren gemeinsam neue Funktionsabläufe zu Atmung und Stimmbildung
aus.
- Verschiedene Wege zu Mut, Gelassenheit und Ruhe.
Wir stellen das Stottern dem natürlichen Redefluss gegenüber und
betrachten die Unterschiede)
- Voraussetzungen für das flüssige Sprechen
- Raum für persönliche Mitteilungen zum Stottern im Alltag
entmutigend/peinlich/Angst/Scham/Ohnmacht/Gleichgültigkeit, etc. ...)
- Wir machen einen Austausch/Rundgespräch über die o.g. Mitteilungen, und
Erlebnisse
Tag 3:
verschiedene sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten erproben
- Erfahrungsaustausch der letzten 2 Tage, in welchen Punkten besteht
noch ein Problem.
- spielerisch erweitern wir unsere Sicherheit mit dem erlernten.
- Konzentrationsübungen
Tag
4: bewusst gesteuertes, klangvolles Sprechen üben
- Diese Übungen werden uns den gesamten Tag über begleiten
- Körperwahrnungsübungen
Tag
5: Festigen des klangvollen Sprechens
- Erfahrungsaustausch, welche Probleme die zu Beginn waren sind noch
vorhanden, welche sind weg ? „Verlaufsdiagnostik“,
- Intensive Elternarbeit (bei Kinder und Jugendlichen)
1. Intensives Training mit dem
Schauspiellehrer der einen – wie „wir“ unsere Nervosität …
zeigt wie man
seine Nervosität überwindet. Element Körperarbeit, Rollenspiele praxisnah.
2. Videoaufnahmen
Tag
6: Vorbereitung für In- vivo Arbeit
- 2. Intensives Training mit dem Schauspiellehrer um sicher in die
Stadt gehen zu können. U.a. Rollenspiele, Interaktion
- Vorbereitungen auf anstehende Referate, Vorträge
- Intensive Elternarbeit (Kinder und Jugendliche)
- In Interaktion
- Leseübungen
Tag
7 : Status Quo Überprüfung der Kursteilnehmer
- Wir fangen an mit einfachen In- Vivo arbeiten
Gehen zum Hafen und sprechen passanten an (die Umsetzung der vorher in
vitro erarbeiteten Aufgabenstellungen)
- Frage- Antwort zu den Resultaten der In- Vivo arbeit
- Intensive Elternarbeit geht weiter
- Zur Lockerung finden zum Abschluss noch Spiele statt.
Tag
8: Vorbereitung auf Stress Situationen
- Stressige Situationen werden angesprochen, wie begegne ich denen?
Rollenspiele in Bezug auf Innenstadtgänge (wie verhalte ich mich ?)
- Wir gehen alle zusammen in die Stadt um uns individuell auf die Suche zu
machen nach Herausforderungen
- Parallel … finden im Institut weitere Elternarbeiten statt
- Nachbesprechung
- Erster Durchlauf des Vortrags, Referat, vorlesen vor einer größeren
Gruppe
Tag
9: Freie Gestaltung
- Wir treffen uns im Institut und werden dann nach Absprache Aktionen
durchführen. Zoobesuch,
(.. oder auch ein anderes spaßbringendes „event“ für die Kinder …)
Einzelgespräche je nach Wetter suchen wir uns ein entspanntes Plätzchen
Tag
10: Abschluss und wie es nach der Therapie weiter geht
- Es finden therapeutisch individuelle Gespräche statt
(bedürfnisorientierte Einzelberatung, entlastende und
orientierende Gespräche, Erarbeitung von Transfermöglichkeiten …
- Möglichkeiten sich noch weiter auf das anstehende Referat vorzubereiten
- Referat, lesen, Vortrag halten vor einer größeren Gruppe, diese werden
auf Video aufgezeichnet
- Langes Abschlussgespräch mit allen Beteiligten
- Verabschiedung
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es von ungeheurer Wichtigkeit ist,
nicht nur wie im allgemeinen üblich, nach 7-8 Wochen eine Nachbehandlung
anzubieten, sondern das wir auch innerhalb dieser Wochen für die
Teilnehmer da sind. Natürlich unentgeltlich! Oft geschieht ein Rückschlag
innerhalb dieser Wochen.
Eine ganz wichtige Sache :
Jeder Teilnehmer sollte
sich 6-9 Monate Zeit nehmen diese Technik zu automatisieren. Nur dann
ist eine Heilung möglich.
Wir möchten uns von
sogenannten "Wunderheilern“ distanzieren und können keine
Versprechungen machen, da es auch auf die Teilnehmer/innen ankommt, ob
er/sie bereit ist, an sich zu arbeiten.
Das können wir den
Teilnehmern nicht abnehmen. Wenn sie sich entschließen dieses zu
tun, dann haben Sie sehr gute Chancen, ein stotterfreies Leben zu führen.
Natürlich kann ich
hier an dieser Stelle nicht alle Therapiepunkte genaustens erklären,
dieses möchte ich aber am Telefon oder in einer Mail gerne tun. Wenn
Sie weitere Fragen haben, so scheuen Sie sich nicht, mich einfach anzurufen.
Ole Bruns
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