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Stottern - Stotterseminare und Stotterkurse für Kinder beim SWT Institut Hamburg

 

Stottertherapie- Stottertherapie im SWT- Institut Hamburg

 

Liebe interessierte Leser/innen,

 

 

diesen Blog werde ich nutzen, um euch immer auf den neusten Stand unserer Stottertherapie hier im SWT- Institut zu halten.

 

Gestern haben wir einen 5 Tages Kurs beendet. Es waren zwei junge Männer und eine junge Frau im Kurs. Die ersten beiden Tage waren unglaublich gut. Alle drei konnten das Programm gut umsetzen und konnten nicht so recht glauben, was mit ihnen gerade passiert. Nach 3 Tagen, konnten schon kleine Stand- up Vorträge gehalten werden. Situationen, die immer ein Horror waren. Sowohl in der Schule, als auch in der Uni.

Am 4 Tag, gab es den berühmten Knick. Den erleben wir immer mal wieder. Zweifel kommen auf, Fragen stellen sich, Antworten darauf lösen oft die Zweifel auf. Man darf nicht vergessen, sehr viele haben schon unendlich viele Sprachtherapien hinter sich. Die größte Frage lautet: „Warum haben wir das nicht schon viel eher gelernt?“ Ich versuche den Teilnehmern dann zu erklären, was hinter den Kulissen läuft.

Interessiert es euch auch warum das so ist?   

Stottertherapie – Welche hast Du schon gemacht?

 

Ich mache mal an dieser Stelle einen Anfang. Es gibt ja die unterschiedlichsten Stottertherapien. Irgendwann, auch vielleicht aus Verzweiflung, greift man zu alternativen Therapiemethoden. Ich bin wirklich gespannt auf eure Beiträge.

Bei mir waren es sehr, sehr viele. Damals gab es auch nicht wirklich viele Möglichkeiten. Aus heutiger Sicht muss ich sogar manchmal laut lachen, bei anderen muss ich leider nur den Kopf schütteln.

Mein Therapiemarathon begann schon recht früh. Logopäden gab es zu dieser Zeit noch nicht. Ich wurde, daran kann ich mich gut erinnern, nach der Schule zu einem Lehrer geschickt, der wohl behauptete mir helfen zu können. Ich musste Buchstaben verbal wiederholen die er mir vorgegeben hat. J

Mit 9 Jahren wurde ich in eine Einrichtung in Bad Salzdetfurt gebracht, dort blieb ich tatsächlich gut 1,5 Jahre. Diese Einrichtung gibt es heute noch, Sprachheilzentrum Bad Salzdetfurt. Dort steht das Wort „Heil“, aber „geheilt“, wurde niemand. Wir waren damals die ersten Kinder die dort wohnten. Ich habe aber trotzdem viel gelernt. Soziale Kompetenzen z.B.

Mit gut 16 Jahren, kam ich in die Burghof Klinik Rinteln. Eine Klinik für psychisch- somatische Erkrankungen. Unsere Gruppe bestand aus ca. 10 Leuten. Wir erlernten das „Silben- klopfen“. Für mich war das aber ein nicht gangbarer Weg. Ich stellte mir vor, ich müsste so in der Schule sprechen, auf´m Schulhof. Ich entschied für mich, dass nicht zu machen. Dort blieb ich 3 Wochen. Damals dachten meine Eltern, ich sei zu jung für diese Therapie. Mit 18, kam ich dort ein weiteres Male hin. Wir hatten auch Hypnosen und viele unterschiedliche Therapien (Musiktherapie usw). Vor noch nicht so langer Zeit, sah ich den Aktenordner meiner Eltern. Ich sah, was meine Eltern damals dafür bezahlt hatten, ich glaube, ich wurde kreidebleich J

Mit gut 20 Jahren, besuchte ich dann meine ersten logopädischen Praxen. Ich durchlief das „van Riper Programm“ lang und ausgiebig. Ich konnte mich aber nie damit anfreunden, dass ich für immer stottern müsse. Das klang so endgültig! Hilflos! Ich wusste intuitiv, es gibt einen anderen Weg, wusste aber natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht, wie der Weg aussehen würde. Das kam dann Jahre später!

Ich besuchte auch noch eine alternative Therapie. Die sogenannte Tomatis- Therapie. Das ist eine Hörtherapie nach einem französischen HNO Arztes (der auch sehr umstritten war). Aber ich hatte dort anfänglich, hörbare Erfolge. Diese Therapie war sündhaft teuer. Puh. In den Benelux- Länder, gibt es die gratis J

Danach wollte ich keine Therapien mehr machen… wie es dann weiterging, steht ausführlich hier auf unserer Seite.

Bin nun super gespannt auf eure Erfahrungen!

Liebe Blogleser,

 

zurzeit lese ich ein super spannendes Buch:

ATMEN von Jessica Braun:

„Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert“.

Ein wirklich tolles Buch, sehr kurzweilig geschrieben, wie wir finden. Kennt ihr das?

Auch in der Kampfsport Szene ist die Atmung das A und O. Oft wird aber die Atmung in vielen Bereichen total vernachlässigt. In der Medizin erlebt sie seit mehreren Jahren eine Renaissance. Viele die Yoga betreiben, können davon sicher ein Lied singen.

Auch wir arbeiten ja intensiv mit der Atmung. Habt ihr euch mal beobachtet, wie die Sprache in Kombination mit der Atmung funktioniert? Vielleicht beobachtet ihr, dass ihr unbeabsichtigt versucht mit der Einatmung zu sprechen.

Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen: „Vorträge halten“. Das zweite Kapitel handelt nur von der Atmung. Als ich das las, dachte ich glatt, der spricht über das Stottern, aber nein, er spricht in diesem Buch Vortragsredner an. Ich finde das sehr spannend!

Was beobachtet Ihr an euch? Das würde mich mal sehr interessieren.

https://www.buecher.de/shop/gesundheit–medizin/atmen/braun-jessica/products_products/detail/prod_id/54524408/

Etwa 20.000 Mal atmet ein gesunder Mensch pro Tag. Doch Atem ist nur nur etwas, das nebenbei passiert. Wir können den Atem ausdehnen, synchronisieren, anhalten. Das macht ihn zu einer grandiosen Fähigkeit, über die viele von uns jedoch zu wenig wissen.

Jessica Braun schreibt in ihrem Werk:

Sie lässt ihren Atem analysieren, meditiert mit einem Guru, besucht ein Schlaflabor, trainiert mit Apnoetauchern und Biathleten und spürt dem ersten und dem letzten Atemzug nach. Sie zeigt, wie wir mit den richtigen Atemtechnik Körper und Geist beeinflussen und so unser Leben verändern können.

An anderer Stelle steht etwas sehr amüsantes:

Atmen bedeutet Leben. Ameisen tun es, indem sie den Kopf einziehen und die Brust breit machen. Elefanten saugen Luft durch die Länge ihres Rüssels. Manche Schildkröten atmen während der Winterstarre rückwärts, über ihre Kloake. Und noch vieles wissenswertes über unseren Atem steht in diesem großartigen Werk.

Auch in unserer Stottertherapie nimmt die Atmung einen hohen Stellenwert ein. Es ist immer interessant sich einer Sache von mehreren Seiten anzusehen. Zu studieren.

 

 

 

Liebe Leser,

gerne möchten wir diesen Blog nutzen,  um uns zu aktuellen Themen zu äußern.

Habt ihr die Sendung „Raus mit der Sprache“ auf RTL2 gesehen?

Wie fandet ihr diesen Beitrag?

Wir haben uns gefreut zu sehen, dass die Kursleiterin des gezeigten Kurses in dieser Sendung, eine ehemalige Kursteilnehmerin von uns war. Wir müssen sagen, dass sie wirklich viel von uns gelernt hat.

Natürlich waren wir, das können wir nicht leugnen, auch sehr überrascht. Aufmerksam haben wir uns diese Sendung noch einmal angesehen und müssen einfach sagen, sehr vieles wurde von uns genauso unterrichtet. Womit wir nicht so ganz einverstanden waren, ist zum einen der Brustriemen, wir verstehen den einhergehenden Gedanken dahinter. Auch gibt es die ein oder andere Aussage, die ich nicht so treffen würde. Es wurde, beispielsweise, gesagt: „Ihr werdet immer mit eurem Stottern zutun haben.“ Wir fanden, dass man das nicht verallgemeinern  kann und sollte. Auch spielt das Alter eine Rolle. 

Eure Meinung ist uns sehr wichtig. Was denkt ihr? Hat euch das Ergebnis gefallen? 

Stottertherapien sind, wenn man sich mit den unterschiedlichen Ansätzen auseinander setzt, so unterschiedlich auch vom Ergebnis her. In der Logopädie wird ja sehr auf die Akzeptanz gesetzt. Habt ihr das auch so erlebt?  Im 2. Teil der Sendung, wurden die Kursteilnehmer ja schon am 3. Tag auf die Straße geschickt, dass fanden wir als zu verfrüht. Wir gehen erst auf die Straße, wenn das Sprechen fließt. Auch werden unsere Kursteilnehmer dazu angehalten sich ab Tag 1 Aufgaben zu suchen. Aufgaben denen sie gewachsen sind. Unserer Meinung nach kann eine Stottertherapie nur erfolgreich sein wenn der Kursteilnehmer sich vom ersten Tag an voll reinhängt. Wenn die ersten Erfolge sich einstellen, ist man auch äußerst motiviert. Das erleben wir tagtäglich. Man muss aktiv mitarbeiten, sich herausfordern. Was uns noch aufgefallen ist, ist die Gruppengröße. 8 Kursteilnehmer sind unserer Meinung nach viel zu viele. Jeder Stotterer, jedes Stottern ist anders. Es gibt vielleicht hier du da parallelen, aber dennoch ist das Problem bei jedem anders.

Aber nun warten wir mal ab was eure Meinung ist. Wir freuen uns von euch zu lesen. 

 

Ole Bruns

Liebe Besucher,

ich möchte hier einen kleinen Blog starten, um über mein Lieblingsthema Stottern zu schreiben. Gerne könnt ihr euch rege beteiligen und eure Beiträge posten.
Ich arbeite nunmehr seit 18 Jahren mit stotternden Menschen und habe selber 34 Jahre stark gestottert. Dann habe ich angefangen – nachdem ich für mich einen gangbaren Weg gefunden habe – mich vom Stottern weitestgehend zu befreien, mich von einer anderen Seite dem Stottern zu nähern. Ich habe da sehr viel Literatur gelesen von allen möglichen Experten, Studien studiert und mich, soweit bekannt, Therapieformen auf ihre Wirksamkeit „untersucht“. Ich merkte relativ schnell, dass man sich schnell im Kreise bewegt.

Irgendwo machte sich da eine gewisse Hilflosigkeit breit. Womit ich auch schon bei meinem ersten Thema bin:

WAS IST STOTTERN?
Fangen wir mit der Frage an: Was ist Stottern nicht!

Stottern ist keine Krankheit und das ist ein wichtiger, nicht zu unterschätzender Fakt. Krankheiten lassen sich, insofern das Medikament dafür vorhanden, heilen! Stottern ist erst einmal eine (Sprach-) Störung oder eine (Sprach-) Behinderung. Stottern hat nichts mit Intelligenz zutun. Leider erfahren aber viele Stotterer noch heute (2019) Diskriminierungen.

Wenn man sich im Internet umschaut, findet man mehr oder weniger gute Erklärungen, was Stottern ist. Hier nur mal ein paar Zitate:
Im Wörterbuch steht folgendes: Stot-tern, 1) stockendes und unter häufiger, krampfartiger Wiederholung einzelner Laute und Silben sprechen. 2) stockend vorbringen, sagen, stammeln oder aber auch lügend stottern. Klar, wer stottert lügt! Kennen das nicht viele Stotterer? Es wird einem nicht geglaubt. Ich zumindest kenne das.

Sowas oder ähnliches findet man im Internet auf einschlägigen Seiten. Fällt dem aufmerksamen Leser was auf? Es werden die Symptome geschildert. Oberflächlich könnte man sagen, ja, das ist Stottern. Aber was ist Stottern wirklich? Jeder Stotterer kennt das nur zu gut. Es gibt Situationen im Leben, da stottert man nur ganz wenig oder sogar gar nicht mehr. Zum Beispiel bei Selbstgesprächen oder man hat ein Haustier und spricht mit dem oder man verstellt mit Absicht seine Stimme, man wechselt in eine andere Tonlage; auch hier wird berichtet, dass das Stottern dann fast nicht mehr auftritt. Ich finde das sehr interessant., nicht? Mit anderen Worten, mit den Organen und Funktionen der Sprache ist alles in Ordnung, sonst würde man ja eins zu eins genauso Stottern. Dem ist aber nicht so. Also, das Problem findet man woanders. Dazu im nächsten Blog-Beitrag mehr. Dann wird es richtig spannend.


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